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Kurz vor Weihnachten
durften wir Schüler der Klasse 7e mit Frau Lehminger und Frau Stich per
Bahn nach Regensburg fahren. Wir besuchten dort das Historische Museum, um
uns die Ausstellung „Berthold Furtmeyr - Meisterwerke der Buchmalerei“
anzusehen.
Unter der fachkundigen Führung durch die Kunststudentin Frau Perl
betrachteten wir einige ausgewählte Motive der Buchmalerei aus der zweiten
Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Zunächst - wer war Berthold Furtmeyr?
Berthold Furtmeyr lebte von 1470 – 1501 als Bürger in Regensburg. Er war
einer der herausragendsten Buchmaler seiner Zeit. Die einzige Regensburger
Werkstatt, die sich überregional behaupten konnte, war die von B. Furtmeyr.
Kostbare Bilder, genannt Miniaturen, von nie gesehener Farbigkeit
entstanden im Übergang vom Spätmittelalter zur Hochrenaissance in
Regensburg. Kunden oder Auftraggeber waren die Vornehmen seiner
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Zeit, wie zum
Beispiel der Herzog von Bayern oder der Erzbischof von Salzburg.
Frau Perl erklärte uns, dass sich die Bücher heutzutage normalerweise als
kostbare Schätze in Staats- und Universitätsbibliotheken befinden, wo sie
unter gleichmäßiger Luftfeuchtigkeit und Temperatur in Tresoren
verschlossen bleiben.
In einer nachgestellten Schreibwerkstatt konnten wir dann selber an Pulten
nachvollziehen, wie Bücher damals kopiert und bebildert wurden. Wir
erfuhren, dass das Pergament, auf dem geschrieben wurde, aus Tierhäuten
gewonnen wurde. Am originalen Arbeitsplatz probierten wir dann die
Techniken des Schreibens aus: Tinte anrühren, Federkiele zuspitzen und
nach Vorlagen des 16. Jahrhunderts schreiben, standen auf dem Programm.
Wir mussten sehr sorgfältig arbeiten, denn leider war das Schreiben sehr
schwierig. Unsere Kunstwerke durften wir mitnehmen.
Nachdem wir uns von unserer Führerin verabschiedet hatten, ging es weiter
zum Christkindlmarkt, wo wir uns mit Bratwurstsemmeln und Kinderpunsch
stärken konnten. Danach fuhren wir wieder zurück und unsere Eltern
konnten uns am Nachmittag wieder vom Bahnhof abholen. |