Berufspraktische Fächer an Mittelschule vorgestellt

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Das berufsbildende Profil der Haupt- und Mittelschule sind die arbeitspraktischen Fächer Technik, Wirtschaft und Soziales, die ab der 7. Jahrgangsstufe schwerpunktmäßig von den künftigen Auszubildenden besucht werden sollen. Damit die Eltern und Schüler eine Vorstellung von den Inhalten des jeweiligen Unterrichts bekommen, wurden an der Johann-Brunner-Mittelschule diese Fächer in Theorie und Praxis vorgestellt.
  


 

Begreifen durch überlegtes Tun, so Rektor Johann Pongratz bei der Begrüßung der Eltern der Schüler aus den 7. Klassen der Johann-Brunner-Mittelschule, ist eines der wichtigsten Ziele des Lernens an dieser Schulart. Klassleiterprinzip, Praxisnähe, Vermittlung von beruflichen Kernkompetenzen und gezielte Hilfen für die Berufswahl bilden dieses Profil. Die Mittelschule hat ein klares, auf die künftige Berufsausübung gerichtetes Ziel, das vor allem in den Fächern Wirtschaft, Soziales und Technik vermittelt wird. Damit Schüler und Eltern in Bezug auf den späteren Berufswunsch die richtige Wahl des praktischen Faches treffen können, wurden den Gästen die Inhalte möglichst wirklichkeitsnah vorgestellt.

 

 Jedes Fach hat nämlich spezielle Anforderungen und fördert in unterschiedlicher Weise die Fähigkeiten der Schüler für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. So wurden in der Schulküche Kochvorführungen gemacht, in einem Computerraum zeigten Schüler wie und was sie am PC arbeiten und im Werkbereich wurde im Werkraum und auf der CNC-Fräse gearbeitet. Als erstes stellten Schülerinnen aus der M 10 unter Anleitung von Fachlehrerin Agnes Weinzierl das Fach Soziales vor. Der Hauswirtschaftsunterricht beschäftigt sich im Laufe von 3 bzw. 4 Jahren mit Vorratshaltung, Lebensmittelkunde bis hin zur Gentechnik, Umgang mit Küchengeräten, vermittelt Organisationsstrukturen und Grundkenntnisse am Computer. Natürlich kommt auch das Kochen selbst nicht zu kurz. Gelernt werden neben klassischen Gerichten auch Bodenständiges und ausländische Spezialitäten. Wie dies in der Praxis aussieht, demonstrierten Schülerinnen und Schüler von der 7. – 10. Klasse am Thema Kartoffel. Die Eltern konnten verschiedene Kanapees und eine Kartoffelsuppe mit Wantan-Klößchen probieren und bei der Zubereitung zusehen. Wem es geschmeckt hat, konnte sich das Rezept gleich mitnehmen. In der zweiten Küche waren Informationstafeln über die Zusammensetzung einiger Nahrungsmittel aufgebaut. Für das Fach Wirtschaft sprach Fachberaterin Beate Holzinger. Die Schüler lernen als erstes das 10-Finger-Tastschreiben mit bis zu 180 Anschlägen pro Minute, bearbeiten und gestalten Dokumente am PC, schreiben Geschäftsbriefe, arbeiten mit Tabellenkalkulation und werden in Telekommunikation ausgebildet. In den M-Klassen werden Buchführungskenntnisse vermittelt wie Bestandbuchungen, Verbuchung von Belegen, Erstellen von Bilanzen bis hin zur doppelten Buchführung. An einzelnen Stationen in einem der Computerräume konnten dann die Eltern sehen, wie dies in der Praxis aussieht. Den Bereich Technik vertrat Fachberater Robert Fuchs. Er zeigte auf, dass Werken wenig mit Basteln zu tun hat, sondern ernsthafte Berufsvorbreitung ist. Die Schüler sollen in diesem Fach Werkstücke selbstständig entwerfen, genaue Pläne mit Hilfe technischer Zeichnungen erstellen und sie dann mit entsprechenden Werkzeugen materialgerecht bauen. Materialkunde gehört genauso zu den Lerninhalten wie richtiger Umgang mit den verschiedensten Arbeitsmitteln. Einen großen Raum nimmt die Ausbildung am Computer ein. CAD und CNC sind für die Schüler keine Fremdwörter, verfügt doch die Johann-Brunner-Mittelschule über ein CNC-Ausbildungszentrum, an dem gelehrt wird, wie eine computergesteuerte Fräse oder Drehbank zu programmieren ist, was die Eltern vor Ort in den neuen Werkräumen demonstriert bekamen.