Klasse 5dg: Tolle Teamtage in Krailing

 

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In welcher Form sollten die Teamtage der Klasse 5dg in Krailing dokumentiert werden? Bevor ich als Klassenleiter bei meinen Schülern mit einer umfangreichen Erlebnisgeschichte (Aufenthaltsdauer in Krailing: drei Tage) ins Fettnäpfchen trete, habe ich mich egoistisch entschlossen dies selbst in Form eines Kommentars bzw. Erfahrungsberichtes zu tun.
An erster Stelle möchte ich unserer Jugendsozialpädagogin Nina Dietrich danken, die Ende des letzten Schuljahres die Fahrt einfädelte und zudem aus einem Fördertopf die Buskosten übernahm. Ich wusste zum Zeitpunkt der Vorplanung noch nicht, was mich erwarten sollte, da ich weder die Lokalität noch die neue Klasse kannte. Ein Kontakt zum Erlebnispädagogen Andreas Lucke und die äußerst positiven Erfahrungen meiner Ganztageskollegin Katja Schamberger bei ihrer letztjährigen Fahrt bestärkten mich jedoch diesen Weg zu gehen.
Pünktlich erschienen alle meine Schüler am 26. September mit einem kleinen Köfferchen oder einer Reisetasche in der Pausenhalle. Einige blickten mich erwartungsvoll an, andere versuchten sich mit einem kleinen Kickerspiel abzulenken. Entspannt nahm man von den anwesenden Eltern Abschied und erreichte nach kurzer Fahrt das Ziel, nämlich die Jugendbegegnungsstätte in Krailing, welche ein ehemaliges Schulgebäude ist. Beständig schönes Wetter ermöglichte uns einen herrlichen Blick in den Bayerischen Wald und man konnte in der Ferne auch die idyllisch gelegene Wallfahrtskirche Weißenregen entdecken. Alle Schüler wollten zuerst ihre Unterkunft von innen sehen, sie wurden jedoch von Andi Lucke gebremst - die Jugendbegegnungsstätte sollte von ihnen durch ein Planspiel „erobert“ werden. Dazu erhielten sie eine Anzahl an Getränkekisten, die feste Wegsteine durch sumpfiges Gelände simulieren sollten. Hierzu war Teamarbeit und genaueste Abstimmung der Handlungen aller Gruppenmitglieder nötig, da die Situationsanforderungen im Laufe des Spiels abgeändert und umgehend neue Strategien nötig wurden. Glücklich erreichte man gemeinsam das erste Ziel und so standen die Zimmervergabe, das Beziehen der Betten und das Erkunden der Unterkunft an. Auch machte sich anschließend Hunger breit, der durch die köstlichen Mahlzeiten, zubereitet von Religionslehrer Armin Hamann, gestillt wurde. Lieber Armin, an dieser Stelle gebührt dir ein großes Lob, dass du als Küchenmeister die Großgruppe so souverän versorgt hast. Es gab keinerlei  Klagen bezüglich der Mahlzeiten, die meisten wollten sogar einen Nachschlag, weil alles mundete. Die Schüler achteten auf eine gesunde Ernährung und griffen auch bei Vollkornprodukten oder bei einer Schüssel mit geviertelten Äpfeln beherzt zu. Das Teetrinken wurde zum Renner und so ging der Konsum von Limonade gegen Null.
Andi Lucke und Nina Dietrich forderten die Schüler in immer neuen Aufgaben heraus, bei denen es auf gegenseitiges Vertrauen und auf gemeinsame Lösungsstrategien ankam. Alle Spiele hier aufzuzählen wäre zu komplex und so belasse ich es bei den wichtigsten: Blindes Vertrauen im Gelände, Eierfallrettungsmaschine, fliegender Wendeteppich, Fadenspiel mit einem Ball, Anordnung nach Geburtstagsmonaten, etc.  Es kam bei den Schülern nie Langeweile auf und niemand fragte nach einem Fernsehgerät, einem MP3-Player oder einem Handy. Als Kursleiter entschleunigten wir das Leben der Schüler und so wartete ich am ersten Tag gespannt auf die obligatorische Frage der Schüler, ob man denn früh aufstehen müsse. Ich erntete entgeisterte Gesichter, als ich verbot früh aufzustehen. Zu gegebener Zeit weckten wir ruhig die Schüler, sie wuschen sich und gingen dann gemütlich in den Speisesaal. Welch´ ein Kontrastprogramm zur sonst oft verbreiteten Hektik am Morgen, die vom Schnellschnell, dem lauten Stimmenwirrwarr oder der Drängelei am Bus bestimmt wird. Die Schüler pflegten einen ganz natürlichen und entspannten Umgang miteinander. Ein Beitrag zur Steigerung des Verantwortungsbewusstseins der Schüler konnte auch dadurch geleistet werden, dass die Schüler im Haus selbst aufräumen mussten; dies geschah im Rahmen einer lustigen Putzparty. Glücklich trat man am 28. September die Heimfahrt an und freute sich auf das Zusammentreffen mit den Eltern.
Mir verbleibt es nun allen Beteiligten und Verantwortlichen, insbesondere Frau Dietrich, Herrn Lucke und Herrn Hamann für das besondere Engagement, für die reibungslose Zusammenarbeit und für das tolle Programm zu danken. Ich denke, dass sich die Schüler gut benommen haben und sie durch diese Veranstaltung viel in Bezug auf die Teamarbeit und das gemeinsame Lösen von Problemen dazugelernt haben. 

Ludwig Groitl (Klassenleiter 5dg) 

P.S. So nebenbei habe ich in meiner Klasse ein sportliches Talent entdeckt. Besonderes Lob für deine Kunststücke!