„Hallo Auto“ - Verkehrserziehung mit eines Aktion des ADAC

Ein Verkehrunfall ist schnell passiert - eine Situation, die keine verantwortungsbewussten Eltern und schon gar keine Kinder z.B. auf dem Weg zur Schule erleben wollen. Damit solch´ ein Ereignis möglichst gar nicht auftritt, war der ADAC Nordbayern mit seinem Referenten am 11. und 12 Juli 2017 an der JBM-Cham, um mit seinem handlungsorientierten Verkehrsunterricht „Hallo Auto“ die 6. Klassen in Bezug auf das Verhalten im Straßenverkehr aufzuklären.
Das Programm zielt vor allem darauf ab, dass Kinder die Geschwindigkeit und das Bremsvermögen von Autos im städtischen Verkehr besser einschätzen können und sich in kritischen Situationen adäquat verhalten zu können. 
„Wie lange braucht ein Auto, bis es zum Stillstand kommt, wenn unverhofft z.B. ein Kind auf die Straße läuft?“, lautete die Frage des ADAC-Fachmannes. Um dem auf den Grund zu gehen, durften die Schüler gleich ihren eigenen Anhalteweg beim Laufen unter die Lupe nehmen. Schnell fanden sie heraus, dass dieser von den Schuhen, besser gesagt vom Schuhprofil, von der Straßenbeschaffenheit, wie griffige Fahrbahn oder sandige Oberfläche, oder von externen Umweltfaktoren, wie Glätte, Nässe oder Laub, auf der Straße abhängt. Wenn man im Vorfeld weiß, wann und wo man anhalten muss, so war dies noch einigermaßen berechenbar, doch im normalen Straßenverkehr gibt es viele Umstände, die man nicht voraussehen oder erahnen kann: Genau dies wurde den Schülern in einem weiteren Versuch bewusst, als sie beim Laufen von außen gestört wurden und abrupt stoppen mussten.
Gemeinsam mit den Referenten wurde anschaulich die Formel „Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg“ erarbeitet. In einem weiteren praktischen Versuch sollten die Schüler den Anhalteweg eines Autos bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h durch Aufstellen eines Verkehrshütchens am Straßenrand festlegen. Beim nachfolgenden Fahrversuch kam das Auto hinter den Hütchen zum Stehen. Man erläuterte, dass alle Hütchen noch im Bereich stünden, der zum Reaktionsweg gehört und somit das Auto mit voller Geschwindigkeit in ein Hindernis gerast wäre. 
Auch das Thema Sicherheit im Auto wurde bearbeitet. Dazu gehört, dass man beim Autofahren immer angegurtet sein muss und dass die Gurtposition auch auf die Körpergröße abzustimmen ist. Pflichtbewusste Eltern lassen zur Sicherheit von Kindern unter 150cm eine Mitfahrt im Auto nur auf einer geeigneten Sitzerhöhung zu. Anschließend durften einige Kinder eine Vollbremsung bei einer Geschwindigkeit von nur 20 km/h erleben und sie waren sichtlich erstaunt, welche Kräfte hier auf sie einwirkten. 

So erlebten die Schüler der JBM-Cham sehr eindrucksvolle Schulstunden und waren voll des Lobes für die Verkehrssicherheitsaktion. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle dem Referenten des ADAC Nordbayern und an den Ortsverbandsvorsitzenden des ADAC Herrn Dinges, der diese Aktion möglich gemacht hatte.