Wie kam es zu diesem Wettbewerb?  Was ist das Ziel?
 

Um wieder mehr Schüler für das Handwerk zu begeistern, initiierten die  „Jungen Unternehmer Niederbayern-Oberpfalz“ in Zusammenarbeit mit den Mittelschulen im Landkreis Cham diesen Wettbewerb für die 9. Jahrgangsstufe im Fachbereich Technik (Gewerblich-technischer-Bereich). 

Die Abschlussveranstaltung mit der Präsentation und Prämierung der besten Arbeiten soll zeitlich mit dem Halbjahreszeugnis zusammenfallen. So können die teilnehmenden Schüler mit dem Zertifikat ihre Bewerbungsmappe entsprechend aufwerten.
 

Jurymitglieder:
 
 

-         Vertreter des Aktionskreises Lebens- und Wirtschaftsraum
  Cham e.V.

-         Vertreter der Kreishandwerkerschaft Cham

-         Vertreter des Schulamtes

-         alle beteiligten Fachlehrkräfte
 

Projektrahmen:
 
  Bedingungen
 

-         Alle Technik-Kurse der 9. Jahrgangsstufe können sich beteiligen

-         Die Projektausschreibung geht den Schulen Anfang des
  Schuljahres zu. Hier sind die Bedingungen des Wettbewerbes
  genau beschrieben
 

   

·        die Fertigung (ausschließlich mit schuleigenem Werkzeug)

·        das Berücksichtigen der Maximalmaße

·        die Dokumentation (Es werden nur Werkstücke
 angenommen, die auch entsprechend dokumentiert sind!)

·        die Bewertungskriterien

·        die Preise

·        die Abgabetermine
 

  Projektdurchführung
 

-         Projektbeginn ist Ende September. 1-2 Wochen benötigen die
  Schüler ihre Ideen zu entwickeln und in Skizzen zu konkretisieren.
  Die Werkpläne werden zum großen Teil mit CAD erstellt. Neben
  der Planung verlaufen zeitgleich das Erstellen der Materialliste
  und die Materialbeschaffung. Kalkulation, Kostenplan und
  Preisvergleiche sind für einen kostengünstigen Einkauf
  Voraussetzung. Im Fertigungsverlauf werden immer wieder
  Optimierungen bzw. Veränderungen vorgenommen. Der Plan wird
  fortlaufend aktualisiert. Das Berichtsheft - ergänzt mit Skizzen und
  Notizen - dokumentiert das Projekt vom ersten Tag an. Je nach
  Aufwand der Projektidee sind zusätzliche Arbeitsstunden am
  Nachmittag unerlässlich, die von den Schülern allerdings gerne
  wahrgenommen werden. Abgabetermin für die Werkstücke ist der
  letzte Schultag vor den Weihnachtsferien (Benotung).

-         In den Ferien müssen die Schüler ihre Unterlagen für die
  Präsentationsmappe sortieren. Dazu gehören erste
  Ideenskizzen, Berichtsheft, Materialliste mit Kostenaufstellung,
  Stückliste und Pläne.

-         In der Woche nach den Weihnachtsferien wird die
  Präsentationsmappe zusammengestellt, das Deckblatt gestaltet
  und evtl. noch notwendige Korrekturen vorgenommen. Letzter
  Abgabetermin bei der Jury ist der Freitag dieser Woche.
 

  Bewertung
 

-         In der ersten Jurysitzung werden die besten 10 Werkstücke
  ausgewählt. Die Kriterien sind: Idee, Genauigkeit und Sauberkeit
  der Arbeit, Materialkombinationen, Design, korrekte Planung und
  Dokumentation.

-         In der zweiten Jurysitzung präsentieren die zehn ausgewählten
  Schüler ihre Arbeiten in einem kurzen Statement (ca. 5 Min) und
  müssen auf eventuelle Nachfragen aus der Jury entsprechend
  reagieren. Letztendlich entscheidet der Vortrag über die
  Platzierung. Die Kriterien sind: Nachvollziehbarkeit der
  Fertigungsbeschreibung, Fachsprache und geschicktes
  „Verkaufen“ der eigenen Arbeit.

-         Die Plätze 1 – 3 werden von der Jury bestimmt, alle anderen (4 –
  10) werden gleich bewertet.
 

  Projektabschluss
 

-         Bei der festlichen Abschlussveranstaltung (zum
  Halbjahreszeugnis) werden alle Arbeiten in einem großen Saal
  ausgestellt und präsentiert. Zu den Besuchern gehören neben
  Schülern, Eltern, Lehrern, natürlich auch Vertreter aus dem
  Handwerk, der Handwerkskammer und der Politik.

-         Nach der Bekanntgabe der Sieger präsentieren die Platzierten ihr
  Werk noch einmal vor den anwesenden Gästen.

-         Den Abschluss der Veranstaltung bildet das Überreichen der
  Zertifikate durch Mitglieder der Veranstalter.

-         Die 10 Siegerwerkstücke werden noch für ca. 2 Wochen für die
  Öffentlichkeit ausgestellt.
 

Bedeutung für den Technik-Unterricht
 
 

-         Die Schüler müssen entsprechende Vorkenntnisse mitbringen.
  Dazu gehören Kenntnisse im Technischen Zeichnen, im Umgang
  mit der CAD-Software, handwerkliches Geschick,
  Materialkenntnisse, etc.

-         Durch die selbständige Arbeit der Schüler liegt die Arbeit des
  Lehrers vor allem in der Beratung, dem Zuschnitt von Materialien
  etc.

-         Schon bei der Planung (Ideenskizze) sollte man die Schüler auf
  evtl. Schwierigkeiten, z.B. bei der Bearbeitung von Materialien,
  hinweisen und über Alternativen nachdenken.

-         das eigenständige Besorgen der Materialien sollen die Sinne für
  Kosten und Örtlichkeiten (Wo bekomme ich was?) schärfen.

-         Der Schüler sollte immer genügend Zeit zur Lösung von
  technischen Schwierigkeiten haben, auch das Misslingen trägt
  zum Finden der optimalen Lösungsstrategie bei.

-         Bewertet wird nicht nur die fertige Arbeit sondern auch der Weg
  dort hin. Arbeitsorganisation, Arbeitsplanung und Arbeitsverhalten
  sind wichtige Grundlagen für das Gelingen der Werkaufgabe.
  Auch die Präsentation ist Bestandteil der Bewertung.
 

Bedeutung für die Schüler
 
 

-         Die Schüler bekommen die Möglichkeit ihre Werke einer großen
  Öffentlichkeit und einem Fachpublikum zu präsentieren.

-         Positives Feedback steigert das Selbstbewusstsein und
  Selbstwertgefühl unserer Schüler.

-         Nicht selten hilft die Teilnahme am Wettbewerb bei der
  Vermittlung einer Lehrstelle. Entweder direkt bei der
  Abschlussveranstaltung oder durch die Beilage des Zertifikates,
  das inzwischen von den ortsansässigen Firmen honoriert wird.