Starthilfe-Projekt der Johann-Brunner-Mittelschule geht in eine neue Runde

Hintere Reihe v. l.: Herr Haindl, Herr Michl, Herr Lehner, Herr Dischner
Vorne v.l. Frau Okyere, Frau Reitmeier, Frau Gruber, Herr Pongratz

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Seit Jahren arbeiten die Wirtschaftsjunioren Cham und die Johann-Brunner-Mittelschule im Starthilfe-Projekt zusammen. Bei diesem Projekt über 2 Schuljahre werden Schüler auf die Berufswahl vorbereitet und von den Wirtschaftsfachleuten beim Bewerbungsprozess unterstützt.
Mit einem Informationsabend für Eltern und Schüler der 8. Klassen begann die neue Runde, inzwischen bereits die 6.
Nach der Begrüßung durch Rektor Pongratz stellte Josef Dischner, Geschäftsführer des gleichnamigen Transportunternehmens in Weiding, als Projektleiter und Vertreter der Wirtschaftsjunioren die „Starthilfe“ vor.
Herr Dischner blickte zurück auf die Entwicklung in den letzten Jahren und erläuterte, warum die Wirtschaftsjunioren sich jedes Jahr in der Zusammenarbeit mit der Schule engagieren. Starthilfe ist ein Projekt, das in der 8. Klasse beginnt und sich bis in die 9. Klasse durchzieht. Die Mittelschüler werden in besonderer Weise auf dem Weg ins Berufsleben begleitet und gefördert. Nach der Zuteilung der Schüler auf die Coaches werden erste Kontakte in den Gruppen geknüpft, bevor die endgültige Einteilung erfolgt. Dann finden Vorgespräche zur Berufsorientierung statt, die im Laufe der 8. Klasse in die Betriebpraktika einmünden. Im Laufe des zweiten Teils der 8. Klasse stellen die Starthilfeschüler unterstützt vom Coach die schriftlichen Bewerbungsunterlagen zusammen.
Zu Beginn der 9. Klasse haben die Schüler bereits eine persönliche Musterbewerbungsmappe fertiggestellt. Diese wird vom jeweiligen Coach geprüft und es werden fachliche Verbesserungsvorschläge gegeben.
Um für die in der 9. Klasse fällige Bewerbung gerüstet zu sein, finden reale Vorstellungsgespräche an der Schule statt, in denen die Schüler mit ihren Bewerbungsunterlagen einem Lehrer der Schule und einem fremden Coach gegenübersitzen. Von diesem „Personalchef“ erfährt der Schüler gleich im Anschluss, was gut war und was er ändern muss.
Frau Monika Okyere, schulische Leiterin des Projektes erläuterte einen weiteren wichtigen Baustein von „Starthilfe“, den geva-Test. Der geva-Test ist ein umfangreicher wissenschaftlicher Berufseignungstest, der etwa 3 Stunden dauert und zentral vom geva-Institut in München ausgewertet wird. Er gibt Aufschluss über Eignung, Stärken und Schwächen und unterbreitet auf der Basis der Ergebnisse Vorschläge für geeignete Ausbildungsrichtungen.
Die Coaches der neuen Starthilferunde aus den Reihen der Wirtschaftjunioren stellten sich in einer Gesprächsrunde den anwesenden Eltern und Schülern vor: Johanna Gruber (Gruber Innenausbau-Holzbau, Bernried), Michael Haindl (Gebhardt Transport- und Lagersysteme, Cham), Martin Lehner (Sparkasse Cham), Stefan Michl (ITAGO-Systems, Roding), Liane Reitmeier (selbst. Personal-Trainerin, Waldmünchen), Senbert Markus (sysob IT-distibution, Schorndorf), Ziesche Markus (Rechtsanwalt, Bad Kötzting).
Nach einigen organisatorischen Hinweisen wurden in kleinen Gesprächsgruppen bereits erste Kontakte geknüpft. Nach der Gruppeneinteilung durch Frau Okyere wird gleich nach den Herbstferien die neue Projektrunde Fahrt aufnehmen.
Wie bereits berichtet, hat das Chamer Starthilfeprojekt inzwischen überregionale Aufmerksamkeit und Würdigung erfahren.

Frau Professor Dr. Schavan war an der Schule, um sich vor Ort zu informieren und die neue Internetplattform „Startrampe“ von Schule und Wirtschaftsjunioren freizuschalten, ein Bericht über das Projekt wird am Sonntag ab 18:05 Uhr sogar in Bayerischen Fernsehen in der Sendung „Aus Schwaben und Altbayern“ ausgestrahlt werden.